Aloin

Aloin ist ein Naturstoff, der in verschiedenen Aloe Vera Arten zu einem hohen Prozentsatz enthalten ist. Die Pflanzen produzieren das Anthracen-Derivat als Fraßschutz, für den Menschen ist Aloin in hohen Dosen giftig. In Fertigzubereitungen und selbst hergestellten Kosmetika ist das potente Abführmittel allerdings nur dann enthalten, wenn die Aufbereitung der fleischigen Aloe Blätter nicht fachgerecht und qualitätskontrolliert durchgeführt wird.

Aloin findet sich in der gelblichen Faserschicht direkt unter der Epidermis. Früher dienten Extrakte aus diesem Bereich des Blattes der Medizin als stark wirksames Laxans bzw. wurden in der Lebensmittelindustrie in Magenbittern eingesetzt. Inzwischen wurde dem „Naturheilmittel“ Aloin von der Food and Drug Administration (FDA) aber die Zulassung entzogen, da beim Verzehr erhebliche Nebenwirkungen auftreten können.

In sorgfältig aufbereiteten Aloe Vera Produkten ist das Aloin nicht mehr enthalten, denn hier wird die äußere Blattschicht zusammen mit der Aloinschicht sorgfältig vom Blattinneren getrennt. Verwendung findet im Folgenden nur das Mark, aus dem sich das hochwertige Blattgel gewinnen lässt. Aloe Vera Gel kann sowohl innerlich als auch äußerlich bedenkenlos eingesetzt werden, mit Nebenwirkungen ist nicht zu rechnen, wenn das Rohmaterial entsprechend exakt und umsichtig weiter verarbeitet wurde.
Entsprechend empfehlen wir den auf unserer Seite aufgeführten Hersteller von Aloe Vera Produkten welche alle einen niedrigen Aloin Gehalt aufweisen.

Für private Nutzer, die sich die „Königin der Heilpflanzen“ zuhause ziehen, ist in diesem Zusammenhang ein Konzentrationsvergleich interessant. Je nach Spezies produzieren verschiedene Aloe Vera Arten nämlich unterschiedliche Mengen an Aloin. Der Spitzenreiter in Sachen effektiver Feindabwehr ist dabei ohne Zweifel die Sokotra-Aloe (Aloe perryi), die in Ostafrika und auf der Arabischen Halbinsel zuhause ist. Ein Aloin Gehalt von bis zu 28 Prozent schützt diesen Wüstenbewohner zuverlässig vor aufdringlichen Nagern. Die pharmazeutisch genutzten Kap-Aloe (Aloe Ferox) und Curacao-Aloe (Aloe Barbadensis) Arten sind der schlecht schmeckenden Verwandten hinsichtlich des Aloinanteils in der Faseschicht aber dicht auf den Fersen. Entsprechend engmaschig muss in diesem Fall das Qualitätsmanagement bei der Herstellung eines reinen Blattgels gestrickt sein.